„Dos and Dont’s of Germany“

Bei der Veranstaltungsreihe „Treffpunkt Integration“ geht es darum, gemeinsam mit den Bewohnern der Traglufthalle (TLH) verschiedene Aspekte rund um das wichtige Thema Integration zu beleuchten. Beim ersten Treffen nahmen rund 50 Männer teil und sprachen mit Vertretern des Helferkreises Neubiberg über die eigentümlichen Sitten Deutschlands.

Nachdem sie sich den Filmbeitrag angesehen hatten, erzählten die Anwesenden, welche Erfahrungen sie bereits mit den deutschen Gebräuchen gemacht haben und was sie darüber denken. Die Anmerkungen reichten vom persönlichen Umgang miteinander über das Thema Familie bis hin zum deutschen Staatswesen.

So sei es in Syrien beispielsweise normal, dass Männer sich mit Umarmung und Küssen begrüßen. In Pakistan würden Männer Frauen beim Gespräch nicht direkt in die Augen schauen. Die Familien in Deutschland würden nicht wie z.B. in Syrien zusammen wohnen – 15 Personen im Haushalt seien dort üblich.

Für Erstaunen sorgt auch die Regulierung des Alltags durch viele Gesetze und Vorschriften, an die sich alle halten und die das Miteinander reibungslos machen. Oder die Polizei, vor der man keine Angst haben muss, sondern von der man Hilfe erwarten kann.

Es gab aber auch Beschwerden, etwa über Ärzte, bei denen man ewig auf einen Termin warten muss oder über Apotheken, die selbst für Kopfschmerz-Mittel Rezepte verlangen. Selbstverständlich bewegen auch diese Fragen die Bewohner der TLH: Warum gibt es so viel Rassismus? Wie können wir diese Halle verlassen? Wir brauchen einen Job!

Das Fazit des Abends: Entscheidend ist der interkulturelle Austausch, für den alle Geduld und Verständnis brauchen. Ebenfalls wichtig: das Einhalten von Regeln und Gesetzen. Man kann, darf, soll und muss sich darüber informieren, betonte  die Organisatorin des Abends. Unwissen schütze nicht – beispielsweise beim Schwarzfahren.

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